1222: Erste Erwähnung der Pfarrei, doch lässt das Patrozinium St. Peter darauf schließen, dass die Pfarrei in die Merowingerzeit (um 600) zurückreicht. Der damalige Pfarrer hieß „Heinrich”.
1275: Erwähnung der Pfarrei im „Liber decimationis“, dem Zehntbuch des Bistums Konstanz, worin der Pfarrer von Spaichingen ein jährliches Einkommen von 11 Mark auswies. Sein Name ist nicht vermerkt.
1329: In einem päpstlichen Register wird „Magister Werher” als Pfarrer von Spaichingen erwähnt.
1338: Früheste Nachricht über das hohenbergische Patronatsrecht, d.h. das Recht, die Pfarrstelle zu vergeben.
1415: Einweihung der Dreifaltigkeitskapelle auf dem Baldenberg durch den Weihbischof von Konstanz in der Amtszeit von Pfarrer Götz
1415: Um diese Zeit herum datiert die Kaplaneistiftung „St. Katharina” Kaplan Rampf, der 1808 nach Spaichingen kam, war der 20. Amtsinhaber der Kaplanei und gleichzeitig der letzte. Die Kaplanei wurde 1815 in ein Vikariat umgewandelt.
1455: In diesem Jahr wird die Pfarrei dem Stift St. Moriz zu Ehingen bei Rottenburg/N. einverleibt. Damit begann für die Pfarrei in Spaichingen eine neue Geschichte, die bis in das Jahr 1805 andauerte. Klöster und Stifte waren im Spätmittelalter darum bemüht, sich aus wirtschaftlichen Gründen Dorfpfarreien einzuverleiben. Sie gelangten auf diese Weise in den Besitz der Kirchengüter, mussten sich aber verpflichten, die Pfarrei mit Seelsorgern zu versehen. Die Pfarrei St. Peter zu Spaichingen, deren Patronat um diese Zeit auf „St. Peter und Paul” erweitert wurde, weist daher in der zeitlichen Abfolge seiner Seelsorger viele Pfarrer aus Rottenburg auf.
1461: Gründung der Dreifaltigkeits-Bruderschaft
1592: Erweiterung der ersten Dreifaltigkeitskapelle
1633: Kirche und Pfarrhaus werden im Dreißigjährigen Krieg ein Opfer der Flammen. Die ältesten Kirchenbücher gehen dabei zugrunde.
1666: 26. Juli, Grundsteinlegung der Wallfahrtskirche auf dem Dreifaltigkeitsberg
1673: 14. Mai, Einweihung der Kirche auf dem Dreifaltigkeitsberg durch den Weihbischof von Konstanz
1695: 5. Oktober, Weihe des Hochaltars in dem um 1680 neu errichteten Chor der Kirche
1723: Erweiterung der Pfarrkirche nach Westen hin
1733: Gründung des Kirchenchores
1760: Genehmigung zur Erweiterung der Kirche auf dem Dreifaltigkeitsberg
1799–1806: Andreas Holocher von Rottenburg amtiert in Spaichingen als letzter Pfarrer unter österreichischer Herrschaft.
1806: Vorderösterreich wird württembergisch. Die Pfarrei St. Peter und Paul in Spaichingen kommt unter das Patronat der Könige von Württemberg.
1808: Der König von Württemberg ernennt Josef Burkard zum Pfarrer von Spaichingen
1815: 12. April, Spaichingen wird Sitz des Dekantes Spaichingen
1816: 9./14. März, Die Katharinenkaplanei wird aufgelöst, an ihre Stelle tritt ein beständiges Vikariat
1887: 13. Januar, Michael Munz wird Pfarrer in Spaichingen, 1898 Dekan, 1900 von Papst Leo XIII. zum Monsignore ernannt, 1913 mit dem Ritterkreuz 1. Klasse geehrt, 1916 Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Spaichingen, 1918 geht Dekan Munz in den Ruhestand.
1896-97: Bau der St. Josefs-Kirche in Hofen
1898-1900: Bau der Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul
1919-1936: Stadtpfarrer Richard Hepp
1923: Bau des neuen Pfarrhauses
1936-1958: Stadtpfarrer und Dekan Ernst Sorg
1959-1973: Dekan Benno Wieland ist Pfarrer in Spaichingen
1960: Am 1. April kommen die Aldinger Katholiken zur Pfarrei St. Peter und Paul in Spaichingen
1961: Innenrenovation der Stadtpfarrkirche unter Dekan Benno Wieland
1962-1964: Bau der Kirche „Mariä Verkündigung“ in Aldingen
1963-1968: Neubau der Kindergärten St. Raphael und St. Franziskus
1967: Die Katholiken von Hausen o. V. kommen am 1. April von der Pfarrei Gunningen zur Pfarrei St. Peter und Paul in Spaichingen
1970: Einweihung der Rupert-Mayer-Schule durch Bischof Carl Joseph Leiprecht
1973-1999: Pfarrer und Dekan Manfred Müller
1974-76: Innen- und Außenrenovierung der St. Josefs Kirche unter Pfarrer Müller
1978: Die Pfarrei Aldingen erhält mit Aixheim zusammen wieder einen eigenen Pfarrer
1978-1885: Außenrenovation der Pfarrkirche St. Peter und Paul
1979: Aldingen wird am 1. Juli zur eigenen Pfarrei erhoben
1985-1989: Innen- und Außenrenovation der Dreifaltigkeitsbergkirche
1986-1988: Bau des Edith-Stein-Hauses bei der Stadtpfarrkirche unter Dekan Manfred Müller
1991-1992: Innenrenovation der Stadtpfarrkirche
1994: Renovation der Kreuzwegstationen auf den Dreifaltigkeitsberg
1994: Einweihung der neuen Mönch-Orgel in der Stadtpfarrkirche
(www.moench-orgelbau.de)
1994: Gründung der Gregorianik-Schola
1995: Am 1. September wird aus den Gemeinden Spaichingen, Balgheim und Dürbheim die Seelsorgeeinheit „Am Dreifaltigkeitsberg“.
1999: Dekan Manfred Müller verlässt am 1. Januar nach 26 Jahren die Pfarrei und wird Pfarrer in Warthausen
1999: 26. November, Dr. Michael Felder wird sein Nachfolger
2004: Pfarrer Dr. Felder verlässt am 10. Oktober die Pfarrei und geht nach Tübingen
2005: September, Pfarrer Roland Maurer wird Pfarrer der Seelsorgeeinheit am Dreifaltigkeitsberg
Zusammenstellung:
Fritz Mattes, 2006